St. Sebastianus Schützenbruderschaft

Unser Haus ist nicht nur Restaurant mit wechselnden Spezialitäten sondern auch Traditionslokal für zahlreiche Pilgergruppen und Vereinslokal verschiedener Kevelaerer Vereine. Die Schützenbruderschaft der St. Sebastianus von den Kevelaerern kurz liebevoll “Seb” genannt ist der Verein, der bereits am Längsten an der Hauptstraße sein Vereinlokal hat.

In unserem Gastraum findet sich ein großer Schaukasten mit historischen Schützenplaketten. Manche sind bereits mehr als 100 Jahre alt. Im Jahr 2011 wurde ein zweiter Schaukasten für die aktuelleren Plaketten im Flur aufgehängt. Dort können die Ketten der Schützen, Jungschützen und des Präsidenten bewundert werden.

Die Schützenbruderschaft existiert bereits seit 1635, eine alte Fahnenspitze belegt dies. Im Mittelalter war besonders der heilige Sebastianus, als Patron gegen die Pest und andere ansteckende Krankheiten, für die Menschen wichtig. Die Bruderschaft war bei kirchlichen Anlässen mit Fahnen und Abordnungen vertreten. Sie begleitet bis zum heutigen Tag bei kirchlichen Prozessionen das Allerheiligste. Nach den Wirren des 2. Weltkrieges begannen die Bruderschaften im Allgemeinen und auch unsere “Seb”  mit dem erneuten Start in das Vereinsleben.

Im Ursprung war die Bruderschaft eine reine Junggesellenbruderschaft, die aber in den 1930 Jahren ziemlich schnell die Satzung änderte, so dass auch verheiratete Männer zugelassen wurden. Nach und nach bekundeten auch die Frauen ihr Interesse, sie wollten gleichberechtigte Mitglieder in der Bruderschaft sein.  Dieses Ansinnen wurde ihnen zuerst verwehrt. Nach einer erneuten Abstimmung im Jahr 2002 wurde dem Antrag der Frauen mit überwältigender Mehrheit zugestimmt. Bereits im Jahr 2006 konnte die erste Schützenkönigin begrüßt werden. Die “Seb” ist in Kevelaer die erste Bruderschaft, die für Gleichberechtigung innerhalb der Schützenbruderschaft sorgte.