Sehenswürdigkeiten in Kevelaer

… gibt es sehr viele. Kevelaer ist eine der wenigen Städte, die im Krieg verschont geblieben sind.

Auch der “Goldene Schwan”, der bereits im 18. Jahrhundert unter diesem Namen nachweisbar ist, gehört zu diesen Sehenswürdigkeiten. Seit dieser Zeit wird in diesem Haus die Gasthaustradition gepflegt. Die Grundstücke im Bereich der Hauptstraße wurden bereits im Jahr 1647 parzelliert und 1670/80 bebaut. Wenn man sich die Namen der Gasthäuser und Hotels in Kevelaer ansieht ist es erstaunlich wie bildreich sie sind. Man findet den “Goldenen Anker”, “Goldenen Löwen”, ”Schwarzen Raben” und vieles mehr.  Diese Namen sind immer noch Zeichen der Vergangenheit. So konnten auch die Leseunkundigen sich schnell in Kevelaer zurecht finden. Aber auch Anfang der 50er Jahre war es genau der “Goldene Schwan” über der Eingangstüre, der uns eine Gruppe ins Haus holte. Der  Wallfahrtsleiter hatte sich nämlich auf den Stufen der Basilika stehend umgeschaut und dann den Schwan entdeckt. So hatte er einen Anhaltspunkt um seine Mitreisenden zu informieren wohin sie für das Mittagessen gehen müssten. Diese Gruppe findet sich übrigens immer noch jährlich ein.

Im Gastraum unseres Hauses finden Sie einen Kamin, der mit alten Fayencefliesen gekachelt ist. Auf rund 140 Fliesen ist ein Teil der Bibel abgebildet. Am unteren Fliesenrand sind die Bibelstellen vermerkt, so dass in der Hausbibel nachgeschlagen werden kann. Die Fliesen sind in einer bestimmten Reihenfolge angebracht, so wurde auf die Trennung von Altem und Neuen Testament geachtet. Dies ist trotz der nötigen Auswechslungen immer noch zu erkennen.Durch die Einrahmung jeder Szene wird die Bedeutung des dargestellten Themas noch verstärkt. Man nennt diese Art der Bilddarstellung auch “Historijen”. Der Kamin spiegelt auch den sich entwickelnden Reichtum der Hausbewohner wieder. Schließlich war solch ein Kaminschmuck nicht billig. Der Kamin zeigt immer noch die praktische und einfache Form der bürgerlichen Kamine des 18. Jahrhunderts, er wurde auch als Heizquelle genutzt. Mittlerweile ist er jedoch nur noch ein Schaustück und ein Ziel für kundige Besucher. In Kevelaer finden sich noch drei weitere Kamine, die ebenfalls mit Fayencefliesen gekachelt sind. Diese befinden sich im Priesterhaus und sind somit leider nicht für die Allgemeinheit zu besichtigen.